Am frühen Sonntagmorgen, dem 7. Juli, verließen wir Kappeln mit Kurs auf Rødbyhavn. Am selben Tag machten sich unsere Kinder und unser Freund Pekka von Finnland aus auf den Weg. Sie flogen nach Kopenhagen und reisten von dort mit Zug und schließlich mit dem Bus weiter zum Boot. Wir hatten unsere Kinder seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen. So viel Zeit war seit dem 19. Juni des Vorjahres vergangen.
Das Anlegemanöver meisterten wir diesmal allein. Bis zu diesem Tag hatte Dieter alle Hafenmanöver unter Motor übernommen. Nun mussten wir selbst zurechtkommen. Hat man ihren Charakter erst einmal verstanden, lässt sich die Hamburg VII erstaunlich leicht und präzise manövrieren. In Rødbyhavn fühlte es sich allerdings an, als hätte man gerade erst die Stützräder vom Fahrrad abgeschraubt.
In Rødbyhavn lernte Marina – ganz wie gewohnt – ein Ehepaar kennen, das sich die Hamu interessiert ansah. Marinas neue Bekanntschaft meinte, ihr komme das Boot bekannt vor, und war sichtlich erfreut zu hören, dass es früher den Namen Atlantik getragen hatte. Sie war mit der deutschen Segelschule gesegelt, der die Hamu vor den Jungjohanns gehört hatte. Natürlich luden wir sie an Bord ein, damit sie ihre alte Bekannte wiedersehen konnte, und erzählten ihr, dass Hamburg VII ihr ursprünglicher Name ist. Unsere neuen Freunde bewiesen ausgezeichneten Geschmack. Sie sagte, die Hamburg VII sei das beste Boot gewesen, auf dem sie je gesegelt sei.
Am Abend holten wir schließlich die Kinder und Pekka an Bord. Der zweite Abschnitt unserer Reise konnte beginnen.
Hamburg VII 2026