Die deutsche Nordseeküste ist hier sehr flach. Das Fahrwasser verläuft weit draußen, und das Land erscheint nur als schmaler Schatten am Horizont. Vor Bremerhaven erreichten wir einen Ankerplatz für Handelsschiffe. Auf marinetraffic.com kann man sehen, dass dort fast immer ein Dutzend Schiffe auf ihren nächsten Einsatz wartet. Mit einer kleinen Segelyacht zwischen ihnen hindurchzusegeln ist ein besonderes Erlebnis.
Mit den Gezeiten hatten wir diesmal Glück. Als wir Cuxhaven erreichten, lief der Strom in unsere Richtung und schenkte uns fast drei Knoten zusätzliche Geschwindigkeit. Hätte die Strömung gegen uns gestanden, hätten wir vermutlich die ganze Nacht bis zum Nord-Ostsee-Kanal gebraucht. So erreichten wir Brunsbüttel, das westliche Ende des Kanals, bereits am Mittwoch, dem 3. Juli. Die Sonne war schon untergegangen, als wir uns im Dunkeln durch unsere erste Schleuse tasteten.
Hamburg VII 2026