Meine Aufregung vor der Reise zeigte sich schon in meiner Nachricht an Dieter. Eigentlich wollte ich schreiben, dass unser Zug um 17:15 Uhr in Falmouth ankommt. Stattdessen schrieb ich, wir würden um 7:15 Uhr abends ankommen. Als wir den Bahnhof erreichten, wartete dort niemand auf uns. Während Dieter und Ylva sich auf den Weg machten, um uns abzuholen, hatten wir den Bahnhof bereits verlassen, um nach ihnen zu suchen. Das war unser größter Navigationsfehler der gesamten Reise. Am Ende fanden wir uns auch ohne Telefon wieder. Zum Glück ist Großbritannien eine recht kleine Insel.
Am nächsten Tag bereiteten wir Hamburg VII für die Reise vor, gönnten uns eine ausgiebige Dusche im Yachthafen und kauften Proviant ein. Dabei trafen wir ein finnisches Ehepaar, das nach einer fünfjährigen Weltumsegelung gerade auf dem Rückweg nach Finnland war. Auf die Frage nach ihrem Boot antworteten sie schmunzelnd, es sei noch dasselbe Boot wie bei der Abreise – nur jedes einzelne Teil sei inzwischen mindestens einmal repariert worden. Das Meer fordert seinen Tribut.
Auch einige berühmte Segelyachten lagen damals in Falmouth. Vielleicht kennen Sie die Windrose of Amsterdam oder die Zaca a te Moana. Besonders beeindruckt hat uns jedoch die Fyne, die erst vor wenigen Jahren nach den Originalplänen von William Fife neu gebaut worden war. Ein wunderschönes Schiff.
Hamburg VII 2026